Im Sozialkundeunterricht der 9. Klasse führten wir eine Gerichtsverhandlung zu einem schwierigen moralischen Thema durch. In dem Szenario wurde ein Flugzeug von Terroristen entführt und sollte in ein vollbesetztes Fußballstadion mit etwa 70.000 Menschen gesteuert werden. In dem Flugzeug befanden sich 164 Menschen. Die Schülerinnen und Schüler übernahmen verschiedene Rollen wie Richter, Anklage, Verteidigung und Zeugen. Diskutiert wurde die Frage, ob der Staat das Flugzeug abschießen darf, um die Menschen im Stadion zu retten, obwohl dabei auch die unschuldigen Passagiere im Flugzeug sterben würden. Während der Verhandlung wurden sowohl rechtliche als auch moralische Argumente ausgetauscht. Die Anklage argumentierte zum Beispiel, dass jedes Menschenleben gleich viel wert ist und man Menschen nicht gegeneinander aufrechnen darf. Die Verteidigung meinte dagegen, dass durch einen Abschuss sehr viele Menschen im Stadion gerettet werden könnten. Am Ende entschieden die Richter, dass das Flugzeug abgeschossen werden soll, um eine größere Katastrophe zu verhindern. Die Gerichtsverhandlung zeigte, wie schwierig solche Entscheidungen sein können und sorgte für viele Diskussionen im Unterricht.
gez. Pressegruppe der Gerichtsverhandlung Kl. 9c
Fachschaft Sozialkunde, J. Geisler